{"id":23792,"date":"2023-12-02T16:03:04","date_gmt":"2023-12-02T14:03:04","guid":{"rendered":"https:\/\/stiftadmont.at\/?page_id=23792"},"modified":"2024-07-24T09:03:14","modified_gmt":"2024-07-24T07:03:14","slug":"380-let-gimnazije-admont","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stiftadmont.at\/sl\/950-jahre-stift-admont\/380-jahre-stiftsgymnasium-admont\/","title":{"rendered":"380 let gimnazije Admont Abbey"},"content":{"rendered":"<section id='lightpress__section--block_7f6916710318821095b53bd514292dac' class='align-center lightpress__section--default-section-space lightpress__section lightpress__section--headline'><div class=\"headline__container\">\n            <p class=\"headline text--40 text-medium line line--gold line-above line-middle\">WEGE ZUM WISSEN SEIT 1644<\/p>\n        <p class=\"text-center text-gold text--20 text-medium text--uppercase\">Die facettenreiche Geschichte des Stiftsgymnasiums<\/p>\n        <div class=\"spacer--40\"><\/div>\n<\/div>\n\n<\/section>\n\n<section id='lightpress__section--block_4f33442fb1ba9ab43292d95b2482275c' class='lightpress__section--default-section-space lightpress__section lightpress__section--content'><div class=\"content__inner\"\n         x-init=\"initContentBlockAnim($el)\">\n        \n    <div class=\"content__grid content__grid\">\n                                            <div class=\"content__box content__box--one-hundred\"\n                 style=\"margin-top: -2em;max-width:850px;justify-self: center;\">\n                                \n                \n                                            <div class=\"prose\"><p class=\"paragraph-m\"><strong>380 Jahre Stiftsgymnasium Admont: Die R\u00fcckschau auf die Gr\u00fcndung des Gymnasiums durch Abt Urban Weber veranlasst dazu, im kommenden Jahr nicht nur das 950-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um des Stiftes, sondern auch den \u201erunden Geburtstag\u201c der Schule zu feiern. Nichtsdestoweniger gen\u00fcgt bereits ein fl\u00fcchtiger Blick auf deren von zahlreichen Z\u00e4suren, Auf- und Abw\u00e4rtsbewegungen gepr\u00e4gte Entwicklung, um festzustellen, dass keineswegs von einer geradlinig verlaufenden Geschichte fortw\u00e4hrender Kontinuit\u00e4t die Rede sein kann.<\/strong><\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Innerhalb der langen Tradition der Gelehrsamkeit im Admonter Kloster, dessen Bildungsauftrag bis zur Gr\u00fcndung zur\u00fcckreicht, mag der Zeitraum von 380 Jahren wiederum erstaunlich kurz erscheinen. Bereits im 12. Jahrhundert wurde zus\u00e4tzlich zur theologischen Lehre f\u00fcr die M\u00f6nche schlie\u00dflich ausgew\u00e4hlten S\u00f6hnen des Adels Unterricht erteilt. Aufzeichnungen aus dem 16. Jahrhundert belegen, dass auch f\u00fcr die Ausbildung der \u201eChorales\u201c (S\u00e4ngerknaben) und \u201eScholares\u201c (Knaben f\u00fcr den unteren Kirchendienst) gesorgt wurde.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Nichtsdestoweniger stellt die Gr\u00fcndung des (ersten) Gymnasiums im Jahr 1644 einen fundamentalen Paradigmenwechsel in der schulischen Tradition des Klosters dar. Waren die Ausbildungsst\u00e4tten bisher \u201eim gro\u00dfen und ganzen des Stiftes wegen gehalten\u201c (Lachowitz 1958, S. 4) und in erster Linie auf den kl\u00f6sterlichen Nachwuchs ausgerichtet worden, setzte Abt Urban einen entscheidenden Schritt, um den Bildungsauftrag noch umfassender zu denken: Zum Nutzen der gesamten Region sollte eine allgemein zug\u00e4ngliche Bildungseinrichtung geschaffen werden. <br \/>Die Schulform Gymnasium bedeutete eine Ausrichtung an den Bildungsma\u00dfst\u00e4ben der Jesuiten, die bereits bestehenden Schulen in Graz und Leoben dienten als Vorbild.<\/p>\n<\/div>\n                    \n                            <\/div>\n        \n            <\/div>\n<\/div>\n\n<\/section>\n\n<section id='lightpress__section--block_9ba767897e8e0dfe3077e8bdcb84b9d4' class='lightpress__section--default-section-space lightpress__section lightpress__section--image-slider'>\n<div class=\"image-slider\"\n     x-data=\"{ gallery: null, shown: false }\"\n     x-init=\"gallery = initSliderGallery([{&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/stiftadmont.at\\\/wp-content\\\/uploads\\\/1-4-1920x2705.jpg&quot;,&quot;type&quot;:&quot;image&quot;},{&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/stiftadmont.at\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2-3-1920x2301.jpg&quot;,&quot;type&quot;:&quot;image&quot;},{&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/stiftadmont.at\\\/wp-content\\\/uploads\\\/4-2-1920x1333.jpg&quot;,&quot;type&quot;:&quot;image&quot;}]); initImageSliderBlockAnim($el);\">\n    <div class=\"image-slider__inner\">\n\n        <div class=\"swiper-container\" x-init=\"initImageSliderBlock($el, $refs.btnPrev, $refs.btnNext)\">\n            <div class=\"swiper-wrapper\">\n                                    <div class=\"swiper-slide\">\n                        <div class=\"image-slider__media\">\n                            <img decoding=\"async\" class=\"image-slider__image\"\n                                 src=\"https:\/\/stiftadmont.at\/wp-content\/uploads\/1-4-768x1082.jpg\"\n                                 alt=\"1\">\n                        <\/div>\n                    <\/div>\n                                    <div class=\"swiper-slide\">\n                        <div class=\"image-slider__media\">\n                            <img decoding=\"async\" class=\"image-slider__image\"\n                                 src=\"https:\/\/stiftadmont.at\/wp-content\/uploads\/2-3-768x920.jpg\"\n                                 alt=\"2\">\n                        <\/div>\n                    <\/div>\n                                    <div class=\"swiper-slide\">\n                        <div class=\"image-slider__media\">\n                            <img decoding=\"async\" class=\"image-slider__image\"\n                                 src=\"https:\/\/stiftadmont.at\/wp-content\/uploads\/4-2-768x533.jpg\"\n                                 alt=\"4\">\n                        <\/div>\n                    <\/div>\n                            <\/div>\n\n            <div class=\"swiper-nav-wrapper\">\n                <button class=\"swiper-button-prev slider-button--prev\" x-ref=\"btnPrev\"\n                        aria-label=\"Vorige Bilder anzeigen\">\n                    <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/themes\/stift-admont\/src\/assets\/img\/arrow-left-big-new.svg\" alt=\"Pfeil nach Links\">\n                <\/button>\n\n\n                <a class=\"image-slider__gallery\" @click=\"openGallery(gallery)\"><i class=\"fa-thin fa-plus\"><\/i><\/a>\n                <button class=\"swiper-button-next slider-button--next\"\n                        x-ref=\"btnNext\"\n                        aria-label=\"N\u00e4chste Bilder anzeigen\">\n                    <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/themes\/stift-admont\/src\/assets\/img\/arrow-right-big-new.svg\" alt=\"Pfeil nach Rechts\">\n                <\/button>\n            <\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n\n\n<\/div><\/section>\n\n<section id='lightpress__section--block_d8f6502ed3b3246e367e9a31ef8c0d3f' class='lightpress__section--default-section-space lightpress__section lightpress__section--content'><div class=\"content__inner\"\n         x-init=\"initContentBlockAnim($el)\">\n        \n    <div class=\"content__grid content__grid\">\n                                            <div class=\"content__box content__box--one-hundred\"\n                 style=\"margin-top: -2em;max-width:850px;justify-self: center;\">\n                                \n                \n                                            <div class=\"prose\"><p class=\"paragraph-m\">In den ersten Schuljahren besuchten ca. 20-30 Sch\u00fcler das Admonter Gymnasium, nach entsprechenden Erweiterungen betrug die Sch\u00fclerzahl Anfang des 18. Jahrhunderts bereits \u00fcber hundert. Mit der Schulgr\u00fcndung war auch ein Konvikt (Internat) er\u00f6ffnet worden, doch von Anfang an konnten auch \u201eExterne\u201c das Gymnasium besuchen. Da Bildung vor rund 300 Jahren noch ein Privileg des Adels war, stellten adlige Sch\u00fcler die \u00fcberwiegende Mehrheit dar (78% im Jahr 1708). Die \u00fcbrigen stammten aus dem n\u00e4heren Einzugsgebiet (vorwiegend aus der Steiermark, Einzelne aus der Gegend um Kirchdorf\/Krems). Der Lehrplan des in sechs Klassenstufen organisierten Gymnasiums sah neben Religion und umfassenden lateinischen Sprachstudien auch Mathematik, Physik, Geografie und Altgriechisch vor.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Einen besonders hohen Stellenwert genossen zudem Rhetorik (als Disziplin der h\u00f6chsten Klassenstufe) und das in der Barockzeit florierende Darstellende Spiel. F\u00fcr die Auff\u00fchrungen standen reich ausgestattete Theater zur Verf\u00fcgung. Die Entwicklung zur angesehenen Ausbildungsst\u00e4tte im 18. Jahrhundert erreichte ihren H\u00f6hepunkt mit der Verleihung des \u00d6ffentlichkeitsrechts per Hofdekret im Jahr 1777. Die damit zum landesf\u00fcrstlichen Gymnasium erhobene Schule steuerte jedoch bereits wenige Jahre sp\u00e4ter auf die erste signifikante Bruchlinie in ihrer Geschichte zu, ausgel\u00f6st durch die Umstrukturierungen im Zuge der Josephinischen Reformen. 1786 erfolgte die Weisung der Schulbeh\u00f6rde, das Admonter Gymnasium an den Standort des k\u00fcrzlich aufgelassenen Jesuitengymnasiums in Leoben zu verlegen, da f\u00fcr die Stadt des Bischofssitzes eine Schule gew\u00fcnscht war. Infolge dieser erzwungenen Auflassung wurde in Admont lediglich den S\u00e4ngerknaben und einer kleinen Schar externer Sch\u00fcler weiterhin Privatunterricht erteilt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Abt Gotthard Kugelmayrs Bem\u00fchungen um eine Wiederansiedlung des Gymnasiums blieben lange ohne Erfolg. Vielmehr wurde den Admonter Benediktinern eine zus\u00e4tzliche (wenn auch ehrenvolle) Aufgabe zuteil: Gem\u00e4\u00df einer Verordnung des Jahres 1804 sollte auch ein Gro\u00dfteil der Professorenstellen am Grazer Gymnasium mit M\u00f6nchen aus Admont besetzt werden. Erst als 1808 die neuerliche Aufl\u00f6sung des Leobner Gymnasiums erfolgte, ergriff Abt Gotthard die Initiative und ging daran, \u201ein seinem Stift das gr\u00f6\u00dfte Schul- und Bildungszentrum der Obersteiermark und eines der bedeutendsten des Landes \u00fcberhaupt\u201c (Tomaschek 1983, S. 14) zu schaffen. Fachlich versierte Lehrkr\u00e4fte und umfassende Investitionen sicherten die Qualit\u00e4t des Unterrichts verhalfen der Schule bereits 1812 (evtl. beg\u00fcnstigt durch die guten Beziehungen des Abtes zu Erzherzog Johann) erneut zum \u00d6ffentlichkeitsrecht. <br \/>Im Jahr 1818 zwang eine schwierige wirtschaftliche Lage Abt Gotthard jedoch in den Ruhestand, woraufhin ein externer Verwalter eingesetzt und dem Stift ein Sparkurs auferlegt wurde, der auch die (erneute) Aufhebung des Gymnasiums vorsah. Um die Schlie\u00dfung der einzigen h\u00f6heren Bildungseinrichtung in der n\u00f6rdlichen Steiermark zu verhindern, wurde nun allerdings von der damaligen Kreishauptstadt Judenburg interveniert und beim Landesf\u00fcrsten um eine Verlegung des Admonter Gymnasiums dorthin angesucht. Der Bewerbung um Standortwechsel wurde stattgegeben und der Schulbetrieb in Judenburg 1820 aufgenommen.<br \/>Auch in dieser Phase der Geschichte blieb eine kleine private Lehranstalt in Admont bestehen, die in den kommenden Jahrzehnten ein besonderes Eigenleben entfalten sollte: Es folgte die hundertj\u00e4hrige \u00c4ra des Admonter S\u00e4ngerknabeninstituts. Ab den 1840er-Jahren wurden zus\u00e4tzlich zum \u201eRegens Chori\u201c, welchem die musikalische Ausbildung der meist 5\u20137 S\u00e4ngerknaben oblag, weitere M\u00f6nche f\u00fcr den Unterricht und administrative T\u00e4tigkeiten eingesetzt. Die Sch\u00fclerzahl betrug, erg\u00e4nzt um einige Externe, stets ca. ein Dutzend. Der von Abt Benno Kreil vorangetriebene Ausbau der auf die unteren Klassenstufen beschr\u00e4nkten Lateinschule (ab 1848 \u201ePrivatuntergymnasium\u201c) erfuhr durch die Auflassung des Judenburger Gymnasiums neuen Aufwind. Die Expertise der ab 1857 wieder in Admont zur Verf\u00fcgung stehenden Lehrkr\u00e4fte bewirkte ein gestiegenes Interesse und ein Anwachsen auf ca. 30 Sch\u00fcler. Sp\u00e4testens unter dem 1861 zum Abt gew\u00e4hlten Karlmann Hieber, der zuvor als Direktor in Graz gewirkt hatte, d\u00fcrfte das erkl\u00e4rte Ziel in der erneuten Umwandlung in ein Vollgymnasium bestanden haben. Die Brandkatastrophe von 1865, durch die ein Gutteil der R\u00e4umlichkeiten von Schule und Konvikt zerst\u00f6rt wurde, vereitelte jedoch alle Ausbaupl\u00e4ne.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Wiederum mussten die meisten Sch\u00fcler Admont verlassen und nur die S\u00e4ngerknaben blieben (in Notunterk\u00fcnften) zur\u00fcck. Von einer Wiederaufnahme des Schul- und Internatsbetriebs kann ab 1870 gesprochen werden. Unter der musikalisch anspruchsvollen Leitung von Regens Chori P. Marian Berger wuchs die Sch\u00fclerzahl rasch wieder auf das Niveau vor dem Brand. Au\u00dferdem stand nun durch die Aufhebung der Verpflichtung, Admonter M\u00f6nche an das Grazer Gymnasium zu entsenden, wiederum ein erweiterter und hochqualifizierter Lehrk\u00f6rper zur Verf\u00fcgung. Nicht nur Abt Zeno M\u00fcller (1869\u20131885) lag \u00e4u\u00dferst viel am Aufbau des Gymnasiums, auch der 1893 als Schulleiter eingesetzte Ausnahmewissenschafter P. Gabriel Strobl war bestrebt, das H\u00f6chstma\u00df an schulischem Niveau zu erzielen. Die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde wandten sich jedoch erneut gegen diese Bem\u00fchungen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Um 1900 begann sich ein erhebliches Nachwuchsproblem im Stift abzuzeichnen, der Kriegsausbruch 1914 bedeutete eine massive wirtschaftliche Belastung. Als sich die Situation in den Jahren 1920\u201321 durch eine Serie von Todesf\u00e4llen im Konvent nochmals zuspitzte, schuf die unumg\u00e4nglich gewordene Neuausrichtung gerade f\u00fcr die schulischen Agenden inmitten der tiefsten Krise eine neue Perspektive: Aufgrund von Korrespondenzen mit dem kurz vor der Auflassung stehenden Benediktiner-Priorat Innsbruck-Innrain erwogen einige der dort lebenden M\u00f6nche, nach Admont \u00fcberzuwechseln und damit dem akuten Nachwuchsproblem entgegenzuwirken. Dies stellten die \u201eInnrain-Benediktiner\u201c, welche bisher das Gymnasium in Volders gef\u00fchrt und sich vollends dem p\u00e4dagogischen Auftrag verschrieben hatten, allerdings nur unter der Bedingung in Aussicht, dass in Admont wieder ein Vollgymnasium eingerichtet w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Der Konvent unter Abt Oswin Schlammadinger erteilte die Zusage, und bereits im Herbst 1921 konnte P. Heinrich Schmaus aus Innsbruck mit der Schulleitung und dem Ausbauvorhaben betraut werden. Nach sukzessiver Erweiterung der R\u00e4umlichkeiten und des Kollegiums (erstmals auch um weltliche Lehrer) konnte 1926 erfolgreich um das \u00d6ffentlichkeitsrecht f\u00fcr die Unterstufe angesucht und damit einer \u00fcber hundert Jahre andauernden Zeitspanne ein Ende gesetzt werden, in welcher Admonter Sch\u00fcler darauf angewiesen waren, am Schuljahresende Pr\u00fcfungen an staatlich anerkannten Schulen (u. a. Seitenstetten, Kremsm\u00fcnster, Graz, Leoben) abzulegen, um rechtsg\u00fcltige Zeugnisse zu erhalten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Da auch ein Ausbau der Oberstufe angestrebt werden sollte, die r\u00e4umlichen und personelle Kapazit\u00e4ten f\u00fcr ein langfristiges F\u00fchren von acht Jahrg\u00e4ngen jedoch nicht ausreichten, wurde das Konzept eines alternierenden Betriebs umgesetzt: K\u00fcnftig sollte nur jedes zweite Jahr eine erste Klasse formiert werden, die einmal aufgenommenen Jahrg\u00e4nge w\u00fcrden aber bis zur Matura gef\u00fchrt. Im j\u00e4hrlichen Wechsel wurden somit 1., 3., 5., 7. oder 2., 4., 6., 8. Klassen unterrichtet. Die Einf\u00fchrung desselben Systems mit jeweils gegengleichen Jahrg\u00e4ngen in Seckau (ab 1934) schuf auch f\u00fcr die Repetenten eine Ausweichm\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Nach erfolgter Ausweitung des \u00d6ffentlichkeitsrechts auf die Oberstufe konnte 1931 die erste Matura abgenommen werden. In den 1930er-Jahren \u00fcberstieg die Gesamtsch\u00fclerzahl wiederum 100, doch erneut bestanden schulisch g\u00fcnstige Voraussetzungen inmitten politischer und wirtschaftlicher Instabilit\u00e4t. Nach dem R\u00fccktritt von Abt Oswin im Jahr 1935 stabilisierte der Reformkurs des daraufhin aus Kremsm\u00fcnster bestellten Administrators und sp\u00e4teren Abtes P. Bonifaz Z\u00f6l\u00df, der wissenschaftlich h\u00f6chst versiert und ein erfahrener Lehrer war, die Lage kurzzeitig.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Durch den Anschluss \u00d6sterreichs an Nazideutschland erlebten jedoch auch Stift und Schule den markantesten Einschnitt ihrer Geschichte. Das Gymnasium wurde aufgel\u00f6st, die Patres von der Schule abgezogen und schlie\u00dflich g\u00e4nzlich aus dem Kloster vertrieben (siehe dazu die Artikel von Prior P. Maximilian in den vergangenen PAX-Ausgaben). Werke christlichen Inhalts sowie \u201eB\u00fccher mit \u00f6sterreichischem Gedankengut\u201c (Lachowitz 1946, S. 17) wurden von den Nazis aus den Sch\u00fcler- und Lehrerbibliotheken beseitigt. Teile der Sch\u00fclerschaft sowie einzelne Mitglieder des weltlichen Kollegiums setzten ihren Werdegang jedoch an der 1938 in den Stiftsr\u00e4umlichkeiten eingerichteten \u201eFranz-Ebner-Oberschule f\u00fcr Jungen\u201c, einer nach nationalsozialistischen Erziehungsvorstellungen gef\u00fchrten staatlichen Lehranstalt, fort. Als diese 1942 in eine \u201eDeutsche Heimschule\u201c umgewandelt wurde, stieg einer der fr\u00fcheren Stiftslehrer zum Leiter auf. Nazispr\u00fcche und -lieder, deutsche Heldensagen und Milit\u00e4r\u00fcbungen geh\u00f6rten ebenso zum Schulalltag wie nationalsozialistische Rasselehre. Unter den bis zu 200 an Oberschule und Heimschule Ausgebildeten waren (entgegen der Bezeichnung) auch M\u00e4dchen, die wohl aufgrund individueller Umst\u00e4nde (z. B. der Distanz zur n\u00e4chsten h\u00f6heren M\u00e4dchenschule) die Genehmigung zur Teilnahme am Unterricht erhalten hatten. Als das Kriegsende der \u201eDeutschen Heimschule\u201c ihre sofortige Aufl\u00f6sung beschied, war nur noch ein Bruchteil der Sch\u00fcler:innen in Admont verblieben, die meisten l\u00e4ngst zum Kriegsdienst eingezogen worden. Die Maturajahrg\u00e4nge 1944 und 1945 erhielten eine \u201eReifeklausel\u201c.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Die Wiedereinrichtung des Gymnasiums wurde bei der R\u00fcckkehr der Admonter Benediktiner ins Stift als oberste Priorit\u00e4t behandelt. Durch die Initiativen von Abt Bonifaz und P. Hildebert Tausch konnte das Stiftsgymnasium Admont als eine der wenigen Privatanstalten mit Internat bereits im Schuljahr 1945\/46 seinen Betrieb aufnehmen und erfreute sich so vieler Anmeldungen, dass in gro\u00dfer Zahl Sch\u00fcler abgewiesen werden mussten. Das Schuljahr begann, nach einer unvorhergesehenen Verz\u00f6gerung angesichts des Abtransports von 58 Konviktsbetten durch die britische Besatzungsmacht, erst am 3. November 1945. Wie in vielen Belangen musste auch hier zun\u00e4chst eine notd\u00fcrftige L\u00f6sung gefunden werden. Neben der Anschaffung von Lehrmitteln und der Ausstattung von R\u00e4umlichkeiten bestand eine zentrale Herausforderung in der Nachkriegszeit in der Tilgung der durch die Nazi-Erziehung angerichteten Sch\u00e4den. Zwar habe das politische Verhalten der Sch\u00fcler gem\u00e4\u00df Bericht des Direktors P. Engelbert Lachowitz keine nationalsozialistischen Einfl\u00fcsse mehr bemerken lassen, doch galt es neben erheblichem Aufholbedarf in den klassischen Sprachen auch die Entfremdung von kirchlichen Traditionen in den Reihen der ehemaligen Heimsch\u00fcler auszugleichen. Da 1945 der alternierende Betrieb mit einer 1. und 3. Klasse wiederaufgenommen worden war, trat 1951 erstmals wieder ein Jahrgang zur Matura an. W\u00e4hrend des ersten Nachkriegsjahrzehnts erfuhr die Schule erneut einen raschen Aufschwung. Abt Bonifaz lag nachweislich sehr viel daran, Schule und Konvikt mit freundlicher, moderner Ausstattung zu bedenken. In den fr\u00fchen 1960er-Jahren wurde mit Grete Straka die erste Frau in den Lehrk\u00f6rper aufgenommen, die \u00d6ffnung der Schule f\u00fcr M\u00e4dchen lie\u00df noch weitere zehn Jahre auf sich warten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Im Zuge der Vorbereitungen auf das 900-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um des Stiftes wurde vor f\u00fcnfzig Jahren schlie\u00dflich die umfassende Erweiterung des Gymnasiums in Angriff genommen: Unter Abt Koloman Holzinger und (dessen sp\u00e4teren Nachfolger) Direktor P. Benedikt Schl\u00f6micher wurde in den Jahren 1972\u20131976 ein neues, separates Schulgeb\u00e4ude errichtet, um die Kapazit\u00e4t f\u00fcr die j\u00e4hrliche Aufnahme von ersten Klassen zu gew\u00e4hrleisten. Dieses \u201eJubil\u00e4umsgeschenk f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung von Admont und Umgebung\u201c (Neubauer 1983, S. 5) fand so gro\u00dfen Anklang, dass 1972\/73 zwei erste Klassen aufgenommen wurden, darunter erstmals M\u00e4dchen. <br \/>Die seit 1978\/79 im \u201eVollbetrieb\u201c mit acht Jahrg\u00e4ngen laufende Schule erlebte daraufhin mehr als zwei Jahrzehnte des kontinuierlichen Wachstums und erreichte 1999 den H\u00f6chststand von 777 Sch\u00fcler:innen. Mit dem neuen Jahrtausend begannen die Zahlen jedoch wieder zu sinken. In den beiden j\u00fcngsten Schuljahren besuchten erstmals wieder unter 500 Sch\u00fcler:innen das Gymnasium.<br \/>Bereits im Schuljahr 1988\/89 hatte die Zahl der Sch\u00fclerinnen im Verh\u00e4ltnis zu ihren m\u00e4nnlichen Kollegen die 50%-Marke \u00fcberstiegen, seither liegt diese stabil zwischen 55% und 60%. Seit den 1970er-Jahren vollzog sich zudem ein starker Wandel hinsichtlich des Einzugsgebiets, was unmittelbar mit der Entwicklung des Konvikts zusammenh\u00e4ngt: W\u00e4hrend in den Nachkriegsjahren noch 80% der Sch\u00fcler im Konvikt untergebracht waren und sich die Zahl bis 1972 um 60\u201370% eingependelt hatte, beherbergte dieses im Schuljahr 1982\/83 bereits nur noch ein F\u00fcnftel der Sch\u00fcler:innenschaft und wurde 1995 schlie\u00dflich zum Auslaufen bestimmt. Durch die steigende Zahl aus umliegenden Orten anreisender Fahrsch\u00fcler:innen wandelte sich das Gymnasium sukzessive zur Standortschule f\u00fcr den Bezirk Liezen und erfuhr seit den 1990er-Jahren auch vermehrten Zulauf aus dem Bezirk Kirchdorf. Heute betr\u00e4gt der Anteil ober\u00f6sterreichischer Sch\u00fcler:innen bereits 30%.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Nach neuerlichen baulichen Erweiterungen erfolgte im Herbst 2004 die Er\u00f6ffnung der j\u00fcngsten Geb\u00e4udetrakte, unter der Leitung des ersten weltlichen Direktors Josef Marte. Die zehn Jahre sp\u00e4ter begonnene Generalsanierung, die dem Schulgeb\u00e4ude schlie\u00dflich zu seinem heutigen, au\u00dfen wie innen v\u00f6llig erneuerten Erscheinungsbild und der modernen technischen Ausstattung verhalfen, erfolgte in der Vorbereitung auf das vor f\u00fcnf Jahren gefeierte 375-Jahr-Jubil\u00e4um.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"paragraph-m\">Die heutige Vielfalt des schulischen Angebots ist im Lichte der jahrhundertelangen Tradition als \u00e4u\u00dferst junge Entwicklung zu betrachten. Mit dem Schuljahr 1985\/86 wurde zus\u00e4tzlich zum Gymnasium mit Latein in der Unterstufe erstmals ein weiterer, heute bereits tief in der schulischen Identit\u00e4t verankerter Ausbildungsweg angeboten: Im musischen Realgymnasium werden zus\u00e4tzliche Stunden f\u00fcr Musikerziehung, Instrumentalunterricht und Chorgesang aufgewendet. Die Naturwissenschaft, ebenfalls eine wesentliche S\u00e4ule des Schulprofils, erhielt im Zuge der Umstrukturierungen der fr\u00fchen 2000er-Jahre einen eigenen Zweig: Das Realgymnasium mit Vertiefung in Geometrie, Labor und Informatik feiert aktuell sein 20-j\u00e4hriges Bestehen \u2013 ebenso die Option, im (Sprachen-)Gymnasium ab der 3. Klasse Italienisch zu w\u00e4hlen. Aus dem Angebot ausscheiden musste hingegen ab dem Schuljahr 2008\/09 der Unterricht aus Altgriechisch.<\/p>\n<\/div>\n                    \n                            <\/div>\n        \n            <\/div>\n<\/div>\n\n<\/section>\n\n<section id='lightpress__section--block_eb5b8133f5d2499084fd132b1673955b' class='lightpress__section--default-section-space lightpress__section lightpress__section--content'><div class=\"content__inner\"\n         x-init=\"initContentBlockAnim($el)\">\n        \n    <div class=\"content__grid content__grid\">\n                                            <div class=\"content__box content__box--one-hundred\"\n                 style=\"margin-top: -7em;max-width:850px;justify-self: center;\">\n                                \n                \n                                            <div class=\"prose\"><p class=\"paragraph-s\"><strong>Bibliographie (Auswahl)<\/strong><br \/><strong>Krause, Adalbert. 1946. <\/strong>\u201eDie Benediktiner von Admont in Schule und Unterricht\u201c In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont 1945\/46, 3\u201312.<br \/><strong>Lachowitz, Engelbert. 1946<\/strong>. \u201eDas Stiftsgymnasium Admont im Wiederaufbau\u201c In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont 1945\/46, 13\u201318.<br \/><strong>Lachowitz, Engelbert. 1958.<\/strong> \u201eEin Gymnasialkatalog aus dem Jahre 1708 und Notizen zur Geschichte des alten Stiftsgymnasiums Admont.\u201c In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont 1957\/58, 3\u201312.<br \/><strong>Lachowitz, Engelbert. 1959.<\/strong> \u201eNotizen zur Geschichte des Stiftsgymnasiums Admont. II. Teil (1777\u20131938). In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont 1957\/58, 3\u201314.<br \/><strong>Marte, Josef. 2004.<\/strong> \u201eSchulorganisation \u2013 eine Vorschau\u201c. In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont 2003\/04, 17.<br \/><strong>Neubauer, Remigius. 1983.<\/strong> \u201eZum Geleit\u201c In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont, Schuljahr 1982\/83, 5\u20137.<br \/><strong>Schamberger, Florentin. 2022. <\/strong>Das Stiftsgymnasium Admont 1938\u20131945. Stiftsgymnasium Admont: Vorwissenschaftliche Arbeit.<br \/><strong>Tomaschek, Johann. 1983.<\/strong> \u201eVom S\u00e4ngerknabeninstitut zum Stiftsgymnasium: Beitr\u00e4ge zur Vor- und Fr\u00fchgeschichte des Stiftsgymnasiums Admont. 1. Teil: Die Geschichte des S\u00e4ngerknabeninstituts von 1820 bis 1865.\u201c In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont, Schuljahr 1982\/83, 13\u201321.<br \/><strong>Tomaschek, Johann. 1984.<\/strong> \u201eVom S\u00e4ngerknabeninstitut zum Stiftsgymnasium: Beitr\u00e4ge zur Vor- und Fr\u00fchgeschichte des Stiftsgymnasiums Admont. 2. Teil: Die Geschichte des S\u00e4ngerknabeninstituts von 1870 bis 1920.\u201c In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont, Schuljahr 1983\/84, 11\u201321.<br \/><strong>Tomaschek, Johann. 1985. <\/strong>\u201eVom S\u00e4ngerknabeninstitut zum Stiftsgymnasium: Beitr\u00e4ge zur Vor- und Fr\u00fchgeschichte des Stiftsgymnasiums Admont. 3. Teil: Die Gr\u00fcndungsgeschichte des \u201eneuen\u201c Stiftsgymnasiums (1921\u20131931)\u201c In Jahresbericht des Stiftsgymnasiums Admont, Schuljahr 1984\/85, 28\u201340.<br \/><strong>Wichner, Jakob. 1880. <\/strong>Geschichte des Benediktinerstiftes Admont vom Jahre 1466 bis auf die neueste Zeit. Bd. IV. Graz: Selbstverl. d. Verf.<\/p>\n<\/div>\n                    \n                            <\/div>\n        \n            <\/div>\n<\/div>\n\n<\/section>\n\n<section id='lightpress__section--block_0ef180ba82721e400203ac24271dcb73' class='lightpress__section--default-section-space lightpress__section lightpress__section--image-slider'>\n<div class=\"image-slider\"\n     x-data=\"{ gallery: null, shown: false }\"\n     x-init=\"gallery = initSliderGallery([{&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/stiftadmont.at\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Stiftsgymnasium_\\u252c\\u00aeThomas-Sattler-36-1920x1280.jpg&quot;,&quot;type&quot;:&quot;image&quot;},{&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/stiftadmont.at\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Stiftsgymnasium_\\u252c\\u00aeThomas-Sattler-28-1920x1280.jpg&quot;,&quot;type&quot;:&quot;image&quot;},{&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/stiftadmont.at\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Stiftsgymnasium_\\u252c\\u00aeThomas-Sattler-50-1920x1280.jpg&quot;,&quot;type&quot;:&quot;image&quot;},{&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/stiftadmont.at\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Stiftsgymnasium-Admont-Wallfahrt-Schulschluss-2023-8-1920x1280.jpg&quot;,&quot;type&quot;:&quot;image&quot;},{&quot;href&quot;:&quot;https:\\\/\\\/stiftadmont.at\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Stiftsgymnasium-Admont-Wallfahrt-Schulschluss-2023-1-1920x1440.jpg&quot;,&quot;type&quot;:&quot;image&quot;}]); 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Klasse entweder Franz\u00f6sisch oder die Kurzform Latein als weitere Fremdsprache und k\u00f6nnen durch das im Schuljahr 2006\/07 implementierte Oberstufen-Kurssystem mit zahlreichen themenspezifisch variablen Kursen zudem interessensbezogene Schwerpunkte setzen. Das vielseitige Bildungsangebot des Stiftsgymnasiums solle den Sch\u00fcler:innen die bestm\u00f6glichen Voraussetzungen f\u00fcr die Entfaltung ihrer Begabungen bieten. Der erfolgreiche Werdegang unz\u00e4hliger Absolvent:innen des Musik-, Real- und Sprachenzweiges untermauert seit vielen Jahren die Wirksamkeit dieses p\u00e4dagogischen Anspruchs.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Dennoch darf der Blick auf die Geschichte nicht allein darin bestehen, die ruhmesvollen Kapitel aufzuschlagen. Gerade das Schmerzhafte brennt sich tief in die Erinnerung ein. Unvergessen ist jenes Schuljahr vor zwanzig Jahren, in dem die Schulgemeinschaft durch zwei Sch\u00fclerselbstmorde innerhalb weniger Monate ersch\u00fcttert wurde. Der Schmerz, die Fassungslosigkeit und das Gef\u00fchl des Versagens wurden durch die erh\u00f6hte \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit zur noch schwereren B\u00fcrde. Der Suizid einer Sch\u00fclerin vor f\u00fcnfzehn Jahren hinterlie\u00df abermals eine tiefe Wunde bei Sch\u00fcler:innen wie Lehrer:innen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Auch die sch\u00e4ndlichen Kapitel d\u00fcrfen nicht \u00fcberbl\u00e4ttert werden, kein Mantel des Schweigens soll um die lange, nicht zu besch\u00f6nigende Geschichte k\u00f6rperlicher Z\u00fcchtigung geh\u00fcllt werden, die einen Schatten auf die Vergangenheit vieler (Kloster-)Schulen und Internate wirft und in j\u00fcngerer Vergangenheit verst\u00e4rkt \u00f6ffentlich thematisiert wurde. Was noch in den 1960er-Jahren als erzieherische Ma\u00dfnahme gegolten haben mag, ist aus heutiger Sicht auf das Sch\u00e4rfste zu verurteilen. In einer offenen, in die Zukunft gerichteten Bildungseinrichtung muss das oberste Gebot lauten, Vergehen und Fehler auch als solche zu benennen und um Transparenz und Aufkl\u00e4rung bem\u00fcht zu sein.<\/p>\n<p>Diese Maxime gilt es nicht nur aus Verantwortung gegen\u00fcber den Sch\u00fcler:innen zu wahren, sondern auch aus Respekt gegen\u00fcber all jenen Lehrer:innen, deren qualit\u00e4tsvoller Arbeit es zu verdanken ist, dass es jedes Jahr aufs Neue so vieles zu verk\u00fcnden gibt, worauf die Schule stolz sein kann. Die hervorragenden Leistungen der Sch\u00fcler:innen bei Wettbewerben, Sportveranstaltungen, Auff\u00fchrungen und Konzerten sprechen f\u00fcr sich, ein besonderes Augenmerk liegt aber auch auf Aktivit\u00e4ten und Projekten, die neben dem Erwerb von Wissen zur St\u00e4rkung der schulischen Gemeinschaft beitragen. Um dem jahrhundertealten Bildungsauftrag auch in Zukunft gerecht zu werden, ist die Schule bestrebt, sich am Puls der Zeit weiterzuentwickeln. Eine umfassende Digitalisierungsoffensive und die klimafreundlichere Gestaltung des Schulbetriebs sind die Kernzielsetzungen der kommenden Jahre \u2013 damit die Geschichte des Stiftsgymnasiums noch viele Jahrzehnte fortgeschrieben werden kann.<\/p>\n<\/div>\n                    \n                            <\/div>\n        \n            <\/div>\n<\/div>\n\n<\/section>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"parent":22541,"menu_order":6,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[],"class_list":["post-23792","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v26.0 (Yoast SEO v26.8) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>380 Jahre Stiftsgymnasium Admont - Stift Admont<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/stiftadmont.at\/sl\/950-let-opatije-admont\/380-let-gimnazije-admont\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"sl_SI\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"380 Jahre Stiftsgymnasium Admont\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/stiftadmont.at\/sl\/950-let-opatije-admont\/380-let-gimnazije-admont\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Stift Admont\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-07-24T07:03:14+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/stiftadmont.at\/wp-content\/uploads\/Klosteranlage-innen.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1912\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1188\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/stiftadmont.at\/950-jahre-stift-admont\/380-jahre-stiftsgymnasium-admont\/\",\"url\":\"https:\/\/stiftadmont.at\/950-jahre-stift-admont\/380-jahre-stiftsgymnasium-admont\/\",\"name\":\"380 Jahre Stiftsgymnasium Admont - 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