Knjižnica samostana Admont
Posebna razstava
v sobi za rokopise
Bibliothek des Admonter Nonnenklosters: von 01. April bis 30. Sept. 2023 geöffnet
Um 1116/1120 gründete Abt Wolfhold von Admont ein Frauenkloster nach der Benediktsregel. Es war dem Männerkloster angeschlossen und wurde von dessen Abt mitverwaltet. Die ersten Nonnen dürften vom Nonnberg in Salzburg gekommen sein. Sie lebten in strenger Klausur am linken Ufer des Admontbaches. Erst 1144 ließ Abt Gottfried südlich des Männerklosters größere Gebäude mit einer Kirche erbauen. Die innere Leitung des Nonnenklosters oblag dabei einer magistra. Nicht nur sie, sondern alle Nonnen zeichneten sich durch hohe Bildung, vorbildliche Frömmigkeit und literarische Tätigkeit aus. Das belegen zahlreiche Quellen.
Sie verfassten nämlich zahlreiche Handschriften in ihrer Bibliothek selbst. Außerdem führten sie einen regen Briefwechsel, etwa mit Propst Gerhoh von Reichersberg. Viele solcher Texte sind in Admonter Codices überliefert. Eine Reihe dieser Handschriften, die heute im Arhiv opatije aufbewahrt sind, können eindeutig der Bibliothek des Admonter Nonnenklosters zugeordnet werden.
Unter dem Admonter Kommendatarabt Christoph Rauber (1508-1536) begann schließlich der völlige Niedergang der Frauengemeinschaft. Dabei entfaltete auch reformatorisches Gedankengut seine Wirkung. Nonnen verließen das Kloster und heirateten; 1550 gab es vier Frauen im Kloster, 1562 nur noch zwei. 1570 wurde das Frauenkloster als unbewohnbar bezeichnet. Zuletzt starb 1582 mit Benigna Zwickl die letzte Nonne in einem Haus im Markt Admont.
Die Ausstellung 2023 beleuchtet die Geschichte des Nonnenklosters bis zu seiner Auflösung um 1580. Zudem zeigt sie prachtvoll gestaltete Handschriften aus der Buchproduktion des Admonter Skriptoriums.