Nach der Vernissage der beiden Ausstellungen zu Hannes Schwarz und Josef Pillhofer im Gegenwartskunstbereich des Museums des Stiftes Admont am 19. März 2026 konnte das Museum bereits in den ersten Wochen nach der Eröffnung besondere Besuchergruppen begrüßen.
Inklusion und neue Zugänge zur Kunst
Am 26. März war Admont Austragungsort der Veranstaltung „Roll over Admont“ im Rahmen des Projekts „Unerhört 2.0“, das die Lebensrealitäten älterer und beeinträchtigter Frauen im Bezirk sichtbar macht.
Unter der Leitung von Susanne Wölger-Olivier und Friederike Zettelbauer führte ein Rundgang mit rund 30 Teilnehmenden auch durch das Museum des Stiftes Admont. Dabei wurden zentrale Maßnahmen zur Barrierefreiheit vorgestellt. Besonderes Interesse galt zudem dem neu gestalteten Ausstellungsbereich „Jenseits des Sehens“, der inklusive Zugänge zur Kunst eröffnet und unterschiedliche Wahrnehmungsformen anspricht.
Foto (c) Barbara Pölzgutter
Workshop mit Reingard Schwarz
Am 9. und 10. April fand ein gemeinsamer Workshop mit dem Stiftsgymnasium Admont statt. Schülerinnen und Schüler hatten sich bereits im Vorfeld – unter der Leitung von Mag. Carolin Kirchmair (Fachkoordinatorin Kunst & Gestaltung) – intensiv mit dem Leben und Werk von Hannes Schwarz auseinandergesetzt und die Ausstellung „Verletzt“ noch vor der offiziellen Eröffnung besucht.
Ein besonderer Höhepunkt des Workshops war die Begegnung mit Reingard Schwarz, der Tochter des Künstlers, die an zwei Vormittagen im Museum zu Gast war. Direkt in der Ausstellung vermittelte sie den Schülerinnen und Schülern der 6. und 7. Schulstufe zentrale Lebensstationen ihres Vaters und gab persönliche Einblicke in seinen künstlerischen Werdegang.
Dabei ging es nicht nur um die Entwicklung seines Werks, sondern auch um persönliche Perspektiven: Wie war es, mit einem Künstler als Vater aufzuwachsen? Welche Rolle spielte die Familie in seinem Leben? Diese Fragen eröffneten den Jugendlichen einen sehr unmittelbaren Zugang zur Person Hannes Schwarz.
Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch arbeiteten die Schülerinnen und Schüler im Zeichensaal des Gymnasiums praktisch weiter. Auf vorbereiteten Leinwänden entstanden eigene Arbeiten, die sich mit den Eindrücken aus der Ausstellung auseinandersetzten und von Hannes Schwarz inspiriert waren.
Die entstandenen Werke wurden gemeinsam mit Reingard Schwarz reflektiert. Eine Präsentation der Arbeiten ist gegen Ende der Laufzeit der Ausstellung in Admont geplant.