Liebe Leserinnen und liebe Leser!
Ich bin demütig stolz (dieses konträre Wortpaar ist genau passend, denn es weist darauf hin, dass es nur mit der Hilfe Gottes möglich war und ist), also: ich bin demütig stolz, dass am Beginn unserer Hausgeschichte eine Frau steht, Hemma von Gurk, ohne die es uns gar nicht geben würde. In der männerdominierenden Weltgeschichte hat Gott für unser Stift Admont eine Stifterin, die Hl. Hemma von Gurk, gesetzt. Aus ihrem großen Reichtum, vor allem an Besitz – auch in der Obersteiermark – hat sie der Kirche ein Riesenstück davon gegeben, damit ein Kloster gegründet werde. Wie wir wissen, hat sie die Gründung Admonts hier auf Erden nicht mehr miterlebt, hat aber im Himmel sicherlich Genugtuung empfunden, um es sehr irdisch auszudrücken, dass 1074 Erzbischof Gebhard von Salzburg ihren Willen umgesetzt hat.
Ad multos annos!
Das Amt des Verantwortlichen für wirtschaftliche Belange findet sich unter der Bezeichnung Cellerar bereits in der Regel des Heiligen Benedikt von Nursia. Obschon vor 1500 Jahren geschrieben, gibt sie uns heute noch wesentliche Impulse zur unternehmerischen Führungskultur. Im Jubiläumsjahr 2024 wird wegweisende Bedeutung dieser Ordensregel für die wertorientierte Unternehmungsführung unseres Hauses noch deutlicher bewusst. Das Benediktinerstift Admont hat seit nunmehr 950 Jahren als geistliches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Bestand. Das ist keine Selbstverständlichkeit! Es gab gute und schlechte Zeiten, auch solche nahe des Unterganges. Und wir sind dankbar, heute sagen zu können: Das Stift Admont steht gut da. Es blickt voller Vertrauen in die Zukunft – auch in Perioden des Umbruchs und krisenbedingter Herausforderungen.
1074 – 2024
Zeitreise
950 Jahre Benediktinerstift Admont – Glaube, Kultur & Genuss
Die Regel des Hl. Benedikt – Herz, Hand und Hirn eines Klosters
Als das Benediktinerstift Admont im Jahr 1074 gegründet wurde, lebten bereits seit über 500 Jahren Mönche und Nonnen auf der ganzen damals bekannten Welt nach der Regel des Heiligen Benedikt.
Benedikt wurde um ca. 480 im heutigen Italien als Sohn eines reichen Landbesitzers geboren. Man schickte ihn zum Studium nach Rom, welches er aber nach kurzer Zeit abbrach, um als Einsiedler in den Bergen von Enfide zu leben. Sehr bald wurden die Menschen in der Umgebung auf ihn aufmerksam, sodass ihn die Klostergemeinschaft von Vicovaro zu ihrem Abt wählte.
Die Spannung in dieser Gemeinschaft war jedoch so groß, dass Benedikt das Kloster wieder verließ, nachdem man versucht hatte, ihn umzubringen.
Auf der Suche nach dem Göttlichen
Es lebe die Vielfalt. So lautet der Slogan des Stiftsmuseums Admont und der trifft genau ins Schwarze. Ein Museum für Gegenwartskunst, ein Natur- und ein Kunsthistorisches Museum, eine Gotikausstellung, mittelalterliche Handschriften und Frühdrucke sowie die weltweit größte Klosterbibliothek finden sich hier vereint unter einem Dach. Mit diesem breiten Angebot, Originalität und geleisteter Aufbauarbeit konnte sich das Stiftsmuseum bereits gegen viele namhafte Einrichtungen durchsetzen und 2005 sogar den Österreichischen Museumspreis erringen. Eine Auszeichnung, für die auch die „Made for Admont“-Schiene ausschlaggebend war. Die Idee dahinter: Kunst zu zeigen, die in Admont verortet ist. Den Auftakt machte der österreichische Maler Lois Renner im Jahr 2000.
DIE JUBILÄUMSAUSSTELLUNGEN 2024
von 20. März bis 03. November 2024 geöffnet
von 20. März bis 03. November 2024
Admonter Kunstschätze neu präsentiert
Kunsthistorischen Museum (EG)
von 20. März bis 03. November 2024
Admont 1074 – Ein Streifzug durch die Stiftsgeschichte
Sonderausstellung (1. OG)
von 20. März bis 03. November 2024
Gesamtvision 2024+
Sonderausstellung (1. OG)
von 20. März bis 03. November 2024
Aktuelle Kunst in alten Mauern
Museum für Gegenwartskunst (2. OG)
von 20. März bis 03. November 2024
Zankl trifft auf Schwarz 2024
Museum für Gegenwartskunst (2. OG)
von 14. Februar bis 19. Mai 2024
Fastentuch von Lisa Huber
Stiftskirche Admont